Gebackenes · Gelebtes

Quark für Krisen

Wir haben hier in den letzten Tagen ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Unser Hund, ein vollwertiges Familienmitglied, ist sehr schwer und plötzlich erkrankt. Das Drama begann letzten Mittwoch. Wir hatten ihn abends in den Garten gelassen und als wir ihn wieder ins Haus holten, war er plötzlich sehr merkwürdig. Er zitterte, war unruhig und wir hatten sofort ein ungutes Gefühl. Nachdem der Entschluss „Wir fahren zum Tierarzt“ gefallen war, mussten wir feststellen, dass es hier in der Stadt keine Tierklinik mehr gibt. Die nächste liegt eine halbe Autostunde über die Autobahn entfernt. Also machten wir uns sofort auf den Weg. Dort angekommen, wurde er gründlich untersucht. Blutentnahme (wir tippten auf eine Vergiftung) , Röntgen – das volle Programm. Der Verdacht auf eine Vergiftung ließ sich schnell entkräften, da alle Blutwerte in Ordnung waren. Auf dem Röntgenbild war eine leichte Aufgasung des Darms erkennen. Aber nicht so schlimm, dass ein akuter Handlungsbedarf bestand. Er bekam eine Spritze für den Magen-Darm-Trakt und dann verließ ich mit ihm die Praxis, um ihn von der Stresssituation zu erlösen. Der Lieblingsmann bezahlte dann eine stolze Summe und kam nach. Währenddessen hatte der arme Vierbeiner angefangen zu würgen, ohne erbrechen zu können. Man konnte dabei zusehen, wie der Bauch immer dicker wurde. Als wir die Ärztin daraufhin zwei Minuten später noch einmal konsultierten, wurde die ganz schnell und machte ein weiteres Röntgenbild. Das Ergebnis: der Magen hatte sich gedreht. Ein lebensbedrohlicher Zustand. Zum Glück waren wir direkt vor Ort, als das passierte. Er wurde sofort operiert und wir bekamen dann nachts noch den Anruf, dass er die OP überlebt und schon einmal den Kopf gehoben hatte. Also machte sich erst einmal Erleichterung breit. Leider verschlechterte sich sein Zustand dann aber, statt sich zu verbessern. Und so standen wir Samstag vor der Entscheidung, ihn noch einmal operieren zu lassen. Wir durften zwei Stunden bei ihm sein und er war wirklich in so einem schlechten Zustand, dass es mir fast das Herz brach. Wir entschlossen uns dann zu einer erneuten Operation. Zum Glück, denn in seinem Magen fanden die Ärzte einen Tupfer, den er wohl am Tag nach der Operation gefressen haben musste, und der sich wie ein Pfropfen vor den Magenausgang gelegt hatte.

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Seit Montagabend haben wir ihn wieder zu Hause. Er ist noch nicht wieder der alte, aber so langsam erwachen seine Lebensgeister wieder. Er wird mit Selbstgekochtem aufgepäppelt und dank Leberwurst ist auch die Tabletteneinnahme kein Problem. So ganz ist er noch nicht außer Gefahr, aber wir hoffen einfach das Beste.

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Ihr habt bis hierhin durchgehalten? Super, denn jetz komme ich auch  endlich zum Titel des Posts :-). Als ich mich während der letzten Tage so durch die Bloggerlandschaft las, entdeckte ich hier das Rezept für ein Quarkbrot. Da der Post so nett überschrieben war und ich definitv eine (Quark)Krise hatte, habe ich mich direkt ans Backen gemacht. Herausgekommen ist ein wunderbares Brot, ganz fluffig und sehr lecker. Es ist nicht süß, was hier zunächst zu Irritationen geführt hat, aber so passt jeder Brotbelag, den man sich vorstellen kann. Den Kindern habe ich für das nächste Mal eine süße Version versprochen.

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Der nächste  Beitrag wird wieder etwas weniger textlastig… 😉

Bazinga

Eure Shelly

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